Gedanken zum Palmsonntag 2020

Aus dem Evangelium Bindet den Esel los, und bringt ihn her!
Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet:
Der Herr braucht ihn. Mk 11,2c-3a

Diese zwei Aussagen haben mich angesprochen. Zwei Worte über einen jungen Esel.
Ich wage zu sagen: Zwei Worte über uns. Gott braucht uns – eine jede, einen jeden von uns.
Wozu? Das wird dem Esel nicht gesagt. Und uns vielleicht auch lange nicht.
Wenn wir aber auf unser Leben zurückschauen, dann dürfen wir vielleicht wahrnehmen,
wie wir Schritt für Schritt erkennen durften, wozu uns Gott braucht, was wir in seinem Dienst tun
dürfen, wie wir unsere je eigenen Charismen einbringen können in die Kirche und in die Welt.
Damit wir dies – immer mehr – können, werden wir losgebunden, werden Stricke und Fesseln
entfernt. Wir werden losgebunden, damit wir uns frei binden können – an Jesus Christus
und für unseren Weg mit ihm.

Gebet
Herr, wir werden gebraucht. Lass uns das nicht vergessen,
wenn Sinnlosigkeit oder Leere unseren Mut zum Leben bedrohen.
Du brauchst uns gerade so, wie wir sind.

Besondere Zeiten brauchen besondere Zeichen
Von altersher rufen uns die Glocken morgens, mittags und abends zum „Angelus „Gebet.
Und wenn sonntags um 10.30 Uhr und an Wochentagen um 19.30 Uhr die Glocken in unseren
Kirchen zusätzlich läuten, ist das ein Aufruf an alle
inne zu halten,
zur Ruhe zu kommen,
aneinander zu denken
und um im Gebet miteinander vereint zu sein.
Schön wäre es, wenn man dazu ein Licht der Hoffnung anzündet und ins Fenster stellt. Das
gemeinsame Gebet kann viel bewirken –
es kann das Gemeinschaftsgefühl stärken,
einem Menschen Angst nehmen,
Vertrauen wachsen lassen
und einem die Gewissheit vermitteln, dass Gott uns nahe ist.

Vertrauen wir auf Gott. Dietrich Bonhoeffer schreibt:
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Gottes Segen für die Karwoche
Bleibt gesund!!
D. Esser

 


Mundschutz statt Osterhäschen!

Annelie näht Mundschutz für uns und für Eritrea.

Ab Montag liegt der Mundschutz täglich in der Zeit von 10 bis 17 Uhr in unserer
Kirche (Eingang von der Friedhofsseite) aus. Er kann gegen eine Spende
mitgenommen werden.

Wir setzten auf Solidarität!

Die Spende ist für die Gemeinde von Father Yosief in Eritrea bestimmt. Dies soll ein
Zeichen sein, dass wir auch in Corona-Zeiten nicht nur um uns selbst kreisen.

Viele kleine Leute
in vielen kleinen Orten,
die viele kleine Dinge tun,
können das Gesicht der Welt verändern.

Aus Afrika